• Operetten-Festspiele „Zeltinger-Himmelreich“ 2017

    Freilicht-Operette auf dem historischen Marktplatz von Zeltingen bei Bernkastel über das Winzerleben an der Mosel und über eine fast wahre Begebenheit ausgangs des 18. Jahrhunderts.

    BildWelches Dorf kann schon von sich behaupten, dass es seine eigene Operette hat? Zeltingen-Rachtig, eine 2.500 Seelen-Gemeinde an der Mittelmosel, unweit von Bernkastel-Kues, kann dies. Zwar keine Operette von Weltruf, dafür aber ein Werk mit zündenden Melodien, das von den Zeltingen-Rachtiger Bürgern mit einer gehörigen Portion Mutterwitz, Humor und auch Selbstironie aufgeführt wird. Alles Laienspieler übrigens, die tagsüber ihren Berufen nachgehen – die meisten arbeiten im Weinbau.

    Der Wein spielt auch in der Operette die Hauptrolle. Man schreibt das Jahr 1780, und die Winzersleute im kur-cölnischen Oberamte Zeltingen-Rachtig begehren auf gegen ihren Landesherren, den Kurfürsten zu Cöln. Sie wollen den Zehnten nicht mehr zahlen, der alljährlich in Form von Wein aus den hervorragenden Zeltinger Weinlagen „Zeltinger Himmelreich, Schloßberg Sonnenuhr und Deutschherrenberg“ zu erbringen ist.

    Man lässt dem Kurfürsten ausrichten, der Wein sei in diesem Jahr so sauer, dass er unmöglich bei Hofe kredenzt werden könne. Als urplötzlich ein Abgesandter des Kurfürsten auftaucht, um sich vor Ort von der Qualität des Weines zu überzeugen, ist die Aufregung verständlicherweise groß. Doch mit einer List gelingt es den pfiffigen Winzern, den Kontrolleur hinters Licht zu führen. Und natürlich darf auch eine Liebesgeschichte in der Operette nicht fehlen.

    Entstanden ist die Operette in den 50er Jahren, als Zeltingen-Rachtig einen Lieder-Wettbewerb ausschrieb. Die bekannte Weinlage „Zeltinger Himmelreich“ sollte nach dem Willen des Rates besungen werden. Der siegreiche Komponist Werner Stamm gewann drei Wochen Urlaub in Zeltingen-Rachtig – und es gefiel ihm dort so gut, dass er gleich eine ganze Operette über das Winzerleben und über eine fast wahre Begebenheit ausgangs des 18. Jahrhunderts schrieb.

    1955, genauer gesagt am 5. Januar 1955 fand die Uraufführung im Saale des Hotel Nicolay zur Post statt und inzwischen werden alle zwei Jahre je 5 Vorstellungen gegeben. Die Freilichtbühne steht seit 1980 auf dem Marktplatz von Zeltingen, der zugleich der Ort der Handlung ist – authentischer geht’s nicht.

    2017 ist es wieder soweit. Eine Erfolgsgeschichte im 62. Jahr!. 5 Aufführungen der weithin beliebten Moseloperette stehen im Sommer 2017 auf dem Programm. Und zwar am 21.7., 22.7., 25.7., 28.7. und 29.7., jeweils ab 21.00 Uhr.

    Karten und weitere Infos: Verkehrsbüro, Uferallee 13, 54492 Zeltingen-Rachtig, Tel. (06532) 2404, Fax. (06532) 3847, www.zeltingen-rachtig.de

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    Frau Elke Schwaab
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